Weben im Wendland

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Der erste Blick in die Werkstatt, in deren Eingangsbereich wie jedes Jahr die Schwalben ihre Nester hatten……
Ein Gefühl, wie zuhause ankommen und doch ganz anders, die Vorfreude auf Entspannung aber mit viel Konzentration – Werkhofzeit.

Eine Woche und einen Tag gemeinsam mit 11 Frauen, 1 Mann lernen und weben – Bindungslehre stand an.
Patronen lesen, zeichnen und entwickeln – sehr technisch, logisch, rechnerisch konsequent, nach ein paar Stunden rauchte mein Kopf, dank einer geduldigen und rundum tollen Dozentin aber nachvollziehbar. Zum Glück wechselten Schulbank und Webbank, um Weiterlesen

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Anfang und Ende

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Tierisch heiße Sommerzeit

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Dieser Sommer – heiß und knochentrocken – war wieder zeitweise für Mensch und Tier eine Herausforderung, und ebenso die Pflanzen hatten mit der andauernden Hitze zu kämpfen. Für uns bedeutete das früh morgens und abends reichlich Außenarbeit, daher auch die längere Funkstille hier.
Vieles ließ ich im Gemüsegarten wachsen und in die Blüte gehen, wie z.B. diverse Salate. Molli und Pünktchen lernten schnell, dass es „Nassfutter“ gab, wenn sie mich zu ihrem Schattenplatz mit einem Arm voller Grünzeugs kommen sahen. Die Wiese war ja gemäht und gab ohne Regen nicht viel her.

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So, wie die vielen Wassereimer für die Schafe, haben wir überall Wasserstellen für die Vögel und Insekten mit „Rettungsinseln“ aus Korkscheiben aufgestellt. Morgens lagen oft die Schalen, die auf dem Zaun steckten am Boden, weil die Vögel darin wohl auch gerne mal ein Bad nahmen. Zu den Vögeln, die uns besuchen und ihrem Nachwuchs berichte ich noch einmal gesondert, so viele verschiedene Arten sind es dieses Jahr.

Die Befürchtungen von Hasen- und Kaninchen Überfällen im Gemüsegarten waren vollkommen überflüssig, wir beobachteten die Bande nur brav auf der Weide und in den angrenzenden Feldern. Dafür haben ganz offensichtlich viel kleinere Nager mit braunen Knopfaugen das Schlaraffenland hinterm Zaun und im Gewächshaus entdeckt. Möhren, Petersilie, Basilikum, rote Bete, Bohnen, Kartoffeln und seit neuestem auch Tomaten stehen auf ihrer Leibspeisen-Liste augenscheinlich ganz oben.
Ok – wir wollen dieses Leben in der Natur, das bedeutet dann konsequenterweise, leben mit der Natur – dazu zählt halt auch immer, auf einen Anteil der Ernte zu verzichten, sei es durch das Wetter oder hungrige Zaungäste. Es bleibt für uns aber auch genug.

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Erstaunt und gleichzeitig froh entdeckte ich doch auch dieses Jahr wieder kleine Erdkröten. Dieser Winzling hüpfte mir im Gewächshaus über den Weg und flüchtete, nachdem er den Schrecken über seinen Fehlsprung verdaut hatte, flugs unter die Tomatenblätter.

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In diesen Monaten können wir uns mit Obst und Gemüse fast ausschließlich aus eigenem Anbau versorgen. Ein erfüllendes Gefühl, nach säen, pikieren, pflanzen, wässern, jäten, hegen und pflegen jeden Tag mit gefüllten Körben aus dem Garten zurückzukommen. Auch sind schon viele Gläser mit Vorräten für die kommenden Monate eingekocht oder mit Freunden getauscht. Auf diese Weise wird der Ertrag noch vielfältiger.
Ein Hinweis diesbezüglich: manche Leute, besonders ältere Menschen können ihre Obstbäume vlt. nicht mehr gut abpflücken oder es wird ihnen schlicht zuviel. Bevor das Obst verdirbt, fragt doch einfach mal nach, über eine helfende Hand sind sie sicher dankbar und teilen gern.

So arbeiten und werkeln wir was anfällt. Auch am Ausbau im Obergeschoss arbeiten wir stetig weiter. Noch die Bodendielen, dann kann der erste Raum wieder bezogen werden.

Der Bericht zur Weber-Woche steht auch noch aus……so viel hat sich in den vergangenen Wochen getan.

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Oh là là

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wordless wednesday

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Mohn – gewebt, gegessen, gemulcht

Webläufer/LeinenBW/2018-2019

Pikkujoulut – der `kleine Advent` (links im Bild) war zwar schon Ende letzten Jahres fertig und hat wohlig-warme Stimmung verbreitet, der Nachzügler (rechts) dagegen wurde erst kürzlich abgewebt.
Baumwolle in Kette/Schuss beim linken, beim rechten Tischläufer dann Leinen im Schuss.  Die zwei verschiedene Rottöne machen das Gewebe lebendiger (von den Knicken mal abgesehen – ich muss ihn noch nachbehandeln). Mohnrot! Nicht nur zwingend etwas für die Adventszeit, und auch nicht mit Mohn gefärbt, wie damals.
Ein längerdauerndes aber superschönes Gemeinschaftswerk in unserer 3er- Webgruppe, und es hat viel Spaß gemacht zu experimentieren.

Alf im Ofen

Monsieur, wieder obenauf,  muss beim Fotografieren mit dabei sein, und suchte hier im Ofen Unterschlupf vorm Regen (endlich).

Mohn blüht dieses Jahr überschwänglich an allen Orten im Garten. Ob an der schattigen Nordseite, vorm Küchenfenster oder im Süden, neben dem kleinen Kompost, und nicht einen davon habe ich dieses Jahr ausgesät.
Die Insekten lieben den Mohn und haben über lange Zeit eine verlässliche Futterquelle, denn jeden Tag öffnen sich neue Blüten.
Trotz Suchen konnte ich nicht genau herausfinden, um welche Art Hummel bzw. Schwebfliege es sich hier handelt, vielleicht gibt es unter euch Experten jemanden, der weiterhelfen kann?!

Mohn/Hummel

Mohn/Schwebfliege

Auch im Gemüsegarten keimte im Frühjahr überall Mohn auf. Einige habe ich an den Zaun umgesetzt, die meisten aber einfach dort stehengelassen. Inzwischen sind die Stauden zu stattlichen Riesen herangewachsen und haben Platz eingenommen, der ursprünglich für Gemüse gedacht war. Ein paar Erbsen und Bohnen weniger ist aber kein Problem, denn ich liebe die großen roten Blüten genauso wie die Insekten.

Gemüsegarten 2019

Mohn im Gemüsegarten

Hier war alles noch klein, grün und die Sonne kam zögerlich zum Vorschein. Diese Woche sind aber endlich die letzten Erbsen (rechts) und dicken Bohnen (links) abgeerntet und auch die Mohnblüte neigt sich zum Ende. Daher habe ich überall die großen silbergrünen Blätter abgepflückt und damit wieder den Boden rund um das Gemüse gemulcht.
Der Boden um Buschbohnen, Möhren, Zwiebel, Salat und rote Bete wird dadurch vorm Austrocknen geschützt und zudem
fördert das Mulchen das Bodenleben und die Humusbildung. Auch die unteren Blätter der Sonneblumen, zu große Salatblätter und das Bohnen- und Erbsengrün (wenn nicht die Schafe schneller waren) habe ich zum Mulchen verwendet. Im Grunde eignet sich jeder Gemüse „Abfall“ oder locker ausgebrachter Grasschnitt zum Bedecken der Erde.

Der Gemüsegarten ist auf diese Weise gut vorbereitet, die letzten Körbe an Obst und Gemüse sind verarbeitet und ich habe Zeit für eine Woche Weben im Norden.
Das Wetter wird ja wieder wärmer und trockener und die beiden Haus- und Hof-Hüter haben neben Arbeit und büffeln schon reichlich Getier zu versorgen.

Mahd 2019

Mahd 2019

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