Natürlich gefärbt – Eier und Wolle

Auch in diesem Jahr habe ich unsere Eier fürs Osterfest mit Blauholz und Zwiebelschalen gefärbt.
Diesmal sind es keine gewöhnlichen Eier, sondern hübsche kleine Eier einer Bande Zwerg-Wyandotten, die mir eine sehr liebe Freundin geschenkt hat.
Wie genau das Färben mit Blauholzspänen und Zwiebelschalen funktioniert, hatte ich schon einmal beschrieben:

Anleitung: Natürlich gefärbte Ostereier

Zwerg-Wyandotten Eier

Im Unterschied zu den Spänen, wovon ich kaum noch etwas vorrätig hatte, färbt eine winzige Menge Blauholz in Pulverform um ein Vielfaches intensiver!

Das kleine Körbchen hatte vor ein paar Jahren unser guter alter Nachbar für und mit uns gemacht – eine bleibende Erinnerung, wie ich damals mit ihm durchs Achterhoek gefahren bin, um die besten Weiden zu finden….

Wer selbst Lust aufs Korbflechten hat – Anleitung: Korbflechten Teil I und Teil II

Mein Ritual, einfach Freude am Tun und jedes Jahr aufs Neue gespannt sein, was dabei herauskommt.

Da mir anschließend der Färbesud noch so gehaltvoll erschien, habe ich gleich noch zwei Stränge Sockengarn eingetaucht bis das Wasser beinahe klar war.

Die Stränge hatte ich bereits im letzten Jahr teilweise mit Krappwurzeln vorbereitet.
Die restlichen Zwiebelschalen, die noch zum Eierfärben gedacht waren kamen auch noch mit in den Topf, daher wohl noch die Extraportion Gelb.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist pflgef-sowo1klein.jpg.

Auch hier wieder total spannend, wie die neue Farbmischung aufzieht und sich verändert -Orange-Creme-Braun-Grün!

Ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Fertig gefärbt…

… zumindest für dieses Wochenende.
Neue Garne, neue Farben, Technik verfeinern – es geht so gut von der Hand und das Färben macht gerade einfach nur Spaß.

Musikalisch begleitet und verwöhnt habe ich gestern direkt wieder Socken aus gewünschten Farben begonnen.
Toe up aus 6-fach Garn mit 2,75´er Nadeln. So gefällt mir die Passform der Socken am besten. Ans Bein kommt noch ein kleines Muster.

Und dies sind die neuesten 4-fach Sockengarne. 10 Stränge mit einem etwas größeren Umfang und 4 nach bekannter Art.

Hier groß im Bild ein Garn aus Schurwolle mit Ramie, nicht nur für Socken und außerdem doch nochmal einige Blank-Färbungen aus 6-fach Garn (75/25).
Beim Färben der Blanks kamen mir Bilder wie „Spätsommer-Frühherbst“ – „Regenbogen“ – Wolken & Wiese“ – „Indiansummer“ und „Zuckerstangen am Tannenbaum“ in den Sinn. 

vergeben

Einen Strang dieses Schurwoll-Dochtgarns hatte sich zum Färben untergemogelt. 100g/100m, könnte sehr gut eine Mütze draus werden und vlt. noch kleine Pulswärmer.

Nach einigen Jahren Pause hatte ich im Herbst unter den gegebenen Umständen wieder zu singen begonnen. Jetzt, wo in dieser Hinsicht, zumindest gemeinschaftlich, nichts mehr läuft, merke ich, wie sehr es mir fehlt.
Zuhause, jeder für sich und dann irgendwie doch alle zusammen – wie toll, dass z.B. sowas möglich ist.
Euch allen nun noch eine ruhige Adventszeit.

gefärbt und gewebt

Sobald die Sonne herauskommt hängen fast jeden Tag neue gefärbte Garnstränge draußen auf der Leine zum Trocknen.
Interessante und überraschende Effekt lassen sich auf den neuen Mischungen erzielen. Die Woll-Seiden-Ramie-Garne haben einen feinen silbrigen Glanz und die Schurwolle hat einen dicken-weichen Griff.
Alles Neue, was ich bis heute zu fotografieren geschafft habe steht auf der Garnseite.

Die Zeit zum Färben muss ich beim Weben abknapsen, was mich dann doch manchmal ein bisschen traurig macht. Gerade wenn´s gut läuft, wie letztens bei den „weltbesten Handtüchern“. 
Die mit den grauen Anteilen sollen für´s neue Bad oben sein. Noch aber warten sie darauf genäht zu werden. Auf jeden Fall ein Zeichen, dass sich unsere Baustelle jetzt zügig dem Finale nähert.

Wie man sieht, ist nicht nur die Webstuhl-Familie größer geworden!!
Die zwei beiden waren, neben ihren fünf Geschwistern, das Ergebnis einer, wie so oft, ungewollten Schwangerschaft. Aber alle sieben sind zum Glück gut untergekommen.
Inzwischen üben jetzt vier Tiger hier das Miteinander-Auskommen.