Essbare Geschenke

Vor einigen Wochen gab es Anlass zu Überlegungen, welche kleine Nettigkeit man jemandem schenken kann.

Unser Gemeindeleben ist aufgrund der andauernden Situation ja leider extrem eingeschränkt.
Eine Freundin hatte um die Valentinszeit herum die Idee, ohne großen finanziellen Aufwand zu betreiben, eine kleine Wichtel-Geschenk-Aktion zu starten, um eben selbiges leise vor sich hin plätschernde Leben wieder etwas aufzufrischen.
Ich und wichteln!?!! Das ist eigentlich so gar nicht meins – aus…….Gründen!! „Essbare Geschenke“ weiterlesen

Chili-Kräutersalz selbermachen

Nicht, dass ich mich über Langeweile beklagen wollte – L a n g e w e  i l e –
was für ein schönes rundes Wort – ich liebe solche Zeiten des Nichtstuns, da sie für mich ein knappes Gut sind.
Manchmal ist es aber auch schön, Zeitvertreib mit Nützlichem zu verbinden.

Was bei uns jedes Jahr prächtig gedeiht, seit wir das Gewächshaus gebaut haben, sind Chilis. Daher stand im Sommer die Verarbeitung der reichlichen Chili-Ernte an.
Jetzt im Winter verwandle ich die inzwischen durchgetrockneten und dabei nicht an Schärfe eingebüßten restlichen Schoten zu würzigem Chili-Kräutersalz. 

Chilis von Kernen und Plazenta (das weiße Innere, da steckt die meiste Schärfe drin) befreien, nur grob und dann im Schnitzelwerk sehr fein zerkleinern. Umfüllen und mit den frischen oder getrockneten Kräutern ebenso verfahren.*
Ich hatte hier köstlich duftenden Rosmarin, da ein riesiger alter Busch im Garten meiner Eltern (mitten im Ruhrpott !!) quasi ständig beerntet werden kann.
Dann grobes Salz mit Kräutern und Chili in einem Mörser gut und kräftig vermengen.

Was mir im Sommer passiert und wörtlich „ins Auge gegangen“ ist: Arbeiten ohne Handschuhe! Nicht empfehlenswert!!
Auch beim Ausleeren der zerkleinerten Chilischoten nicht gerade tief einatmen!

Das Chili-Kräutersalz in kleine Gläser abfüllen. Die Mischung mit frischen Kräutern zuvor noch 1 Tag an der Luft trocknen lassen.

Schmeckt zu fast allem Herzhaften – Pellkartoffeln, Quarkbrot, Ofengemüse, Chili con oder sin carne, Salatsoße, Bolognese….

* Die Kräuter und Chili möglichst nicht gleichzeitig zerhacken, da dabei eine weniger ansehnliche braune Mischung entsteht.

Aniswaffeln

Neujährchen, Eiserkuchen, Rullerkes, Krull- oder auch Krüllkuchen – je nach Landstrich namentlich „eingemeindet“ aber in jedem Fall hauchdünn-knusprig-krachend-lecker.

Ursprünglich kommt dieses Gebäck wohl aus nördlichen Gefilden, vielleicht hat es daher den relativ kurzen Weg bis zu uns ins Münsterland gefunden.

Das Rezept ist ein Andenken an unseren lieben uralten Nachbarn, der uns damals in so viele fast vergessene Fähigkeiten eingeführt hat (Suurmoos Pott I und Teil II, Korbflechten I und Teil II, Wassergraben uvm.).

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Pilz-Burger

b Seitan-Pilz-Burger-0887Am Wochenende, wenn die ganze Familie wieder zuhause eintrudelt, dürfen vorab Essenswünsche geäußert werden: „Burger!“ kommt es dann gelegentlich von den Herren.
Die klassische Version ist nicht so meins, daher zeige ich heute mal eine vegetarische bzw. vegane Version ganz ohne Soja (auftragsbedingt teste ich gerade leckere und einfach nachkochbare vegane Gerichte….demnächst mehr dazu).

Mein Pilz-Burger besteht aus:

  • selbst gebackenem Brötchen
  • Kürbis-Apfel-Chutney
  • süße Gemüsezwiebel
  • saure Gurken oder Cornichons
  • Tomate
  • Pilze
  • Öl

Das Brötchen mit dem Chutney nicht zu dünn bestreichen. Ich hatte noch etwas vom letzten Jahr und im Herbst, bei guter Hokkaido-Ernte, wird garantiert neues gemacht.
Darauf etwas von der in feine Ringe geschnittenen Zwiebel und Cornichon-Scheibchen sowie eine große Tomatenscheibe (was freue ich mich schon wieder auf richtige Sommer-Tomaten!).
Für das Pilz-Topping die Champignons, oder andere feste Pilze, in mitteldicke Scheiben schneiden und in etwas Öl von beiden Seiten hellbraun anbraten.
Brötchen-Deckel drauf und fertig!
b Seitan-Pilz-Burger_0886Das Rezept lässt Spielraum zum Variieren – ich habe gar nicht mehr nachwürzen müssen, da das Chutney schon eine leichte süße Schärfe hatte.
Sicher kann man auch ein anderes fruchtig-herzhaftes Chutney oder einfach Senf  nehmen, was gerade im Kühlschrank steht. Wer keine Pilze mag, kann die Zwiebeln und Tomaten anrösten und mit Paprika, Chili und etwas Zimt bestäuben.

Hat jemand Anregungen, Tipps und erprobte leckere vegane Rezepturen?

 

Kürbis-Brot und andere Rezepte

Ich habe mich ja bereits als leidenschaftliche Brot-Liebhaberin geoutet und probiere neben den bewährten Rezepten immer mal wieder gerne etwas Neues aus. Das Grundrezept für dieses Brot stammt aus der Ursprungsfamilie einer Freundin, von mir ernährungsphysiologisch ein wenig abgewandelt, gehört es inzwischen fest zu meinem bewährten Rezept-Fundus.
Den herzhaften und passenden Karotten-Aufstrich von HIER hat unser Mädchen dazu gemacht (ganz simpel von Hand, ohne spezielles Gerät).

You know me as a passionated bread-fan and I like to try out new recipies every now and then. The basic of this pumpkin bread is a family recipe of a friend I modified nutritionally. By now it became a firm component of my proved recipe list.
Our daughter made the matched and delicious carrot spread, easily and without any technical help).  
Zutaten:
250 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
250 g Mehl Typ 1050
1 Tl Salz
75 g Butter
1 Priese Zucker
1/4 Würfel Frischhefe
ca. 250 ml Hokaiso-Kürbismus (in etwas Wasser gekocht und püriert – das lässt sich gut auf vorbereiten und portionsweise für Suppen, Kuchen u.ä. einfrieren)

Alle Zutaten 10 Minuten langsam und anschließend 5 Minuten auf mittlerer Stufe (Küchenmaschine) verkneten. Den Teig bereite ich gern am Abend vor, lasse ihn über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen und backe das Brot dann am nächsten Morgen. Eine kürzere Ruhezeit, bei nicht allzu niedriger Temperatur ist aber auch möglich. Den Teig anschließend in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und bei 190°C Ober-/Unterhitze, ca. 40 Minuten backen. Wer mag, kann vor dem Backen noch eiige Kürbiskerne auf den angefeuchtetenTeig streuen.
Nachtrag: Die Mengenangabe der Butter habe ich korrigiert. Fälschlicherweise hatte ich die doppelte Menge angegeben, bitte unbedingt ändern!
Ingredients:
250 g wholemeal flour (spelt or wheat)
250g flour type 1050
1 tsp salt
1/4 cube fresh yeast (approx 10 g)
75 g  butter
1 pinch sugar
approx. 250 ml Hokaido pumpkin (diced, cooked in some water and mushed – it´s best to prepare and freeze in small amounts for soups, cake and others)
Addendum: I have corrected the quantity of the butter. I had given the double amount, so please correct the recipe!

Mix all the ingredients and knead the dough slowly for 10 minutes and then for another 5 minutes at medium level (kitchen machine). I like to prepare the dough at the evening, leave it (covered) in the refrigerator overnight, and bake the bread at the next morning. A shorter rise period is also possible, but on a lightly warmer place. Then place the dough in a loaf pan with baking paper and bake at 374 ° F top / bottom heat, about 40 minutes. If you like, you can sprinkle some pumpkin seeds on the moistened dough before baking.

Der Kürbis ist für mich ein schmackhaftes und so richtig farbenfrohes Herbst-/Wintergemüse, das einfach Laune macht, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren. Noch mehr erprobte Kürbis-Rezeptideen findet ihr HIER und HIER und HIER (den sehr schokoladenlastigen Brownieteig kann man gut durch einen nicht zu flüssigen Schoko-Rührteig ersetzen)

Pumpkin is delicious, colourful and rich in variety and if you like you can try some more remarably recipies, found HERE and HERE and HERE.

Diese Woche war es ab und an richtig schön sonnig und ich wanderte eine Weile durch den Wald. So viele versteckte winzige Schönheiten gibt es zu bewundern. Ein kleiner gedanklicher Farben-Vorrat für das kommende arbeitsreiche Wochenende.
Last days I took a bit time, stroll around the woods, having an eye at the tiny beauty around, soaking it all in. Next weekend will be busy again.