Schneeflocken und -verwehungen

Ein Loch in der Lieblingsbluse oder – visual mending again!

Ein umfangreicher Garnvorrat, in Farben und Zusammensetzung variierend, lässt viel Handlungsspielraum, bei der Suche nach kreativen Lösungen, um ein Loch in der Bluse „Schneeflocken und -verwehungen“ weiterlesen

Spots

Im Garten früh am Morgen. Viele sind schon lange vor mir wach und bereits bei der Arbeit.
On early Friday morning, a lot of lively creatures are already awake and busy.
Die Sonne steht noch tief und spielt mit Formen und Farben.
Punkte, Streifen, Reflektionen, Kontraste. Spuren – die einzelnen Details verbildlichen sich gedanklich. Weiße Leinen-Sonnenflecke, Stockrosen-Nessel-Kugeln auf Baumpilz-Dahlien-Baumwoll-Streifen.
The sun hasn´t climbed that high. A play of colours and shapes.
Dots, stripes, reflections, contrasts. Alike trails the details visualised mentally. White linnen-sunspots, hollyhock-rust-dye untreated cotton-ball on a tree-fungi-dahlia-cotton cloth.
Knusprig-warme Morgenbrötchen ähneln in Form und Farbe winzigem Sommerferien-Strandgut.
Freshly baked bread rolls for breakfast.  A strong similarity in form and shade between them and some tiny summer-hollyday-beach-treasures.
Gemüsegarten-Zaunstaketen mit anhaftenden, zum Teil noch gefüllten, Spinnengeweben….
Vegetable garden fence pales with delicate cobweb, maybe some meals including.  
Nichts Außergewöhnliches aber auf jeden Fall bemerkenswert.
Not that much remarkably but noteworthy. I hope, my puns were understandible and not exaggerated!?

learning by doing

Das lange Aufbleiben und bis-in-die-Puppen-Schlafen, das in-den-Tag-hinein-Leben, diese Zeit geht irgendwann vorbei. Die Ferien neigen sich hier nun langsam aber sicher dem Ende entgegen und schon nächste Woche prägen arbeiten und lernen wieder vornehmlich den Alltag.

Die alte Schultasche meines Vaters, genäht, aus Leder und Pappe, hängt schon seit langer Zeit am Schrank in meinem Zimmer. Man kann ihr die Gebrauchsspuren von vielen Jahrzehnten ansehen. Als Kind habe ich oft „alte Schule“ damit gespielt. Warum an dem einen der Tragriemen aber nur Öse und Haken sind, konnte ich nicht verstehen, ständig war er lose. Vermutlich warfen die Kinder sich ihre nicht zig Kilo schwere Schultasche früher einfach über die Schulter.

Wie war das, Schule in Kriegs- und Nachkriegszeiten? Vor dem Unterricht mussten erst noch Arbeiten im Haus erledigt werden, Hühner und Kaninchen versorgen, Kohlen holen. Den oft langen Weg zwischen Wohnhaus und Schule legten die Kinder per pedes oder, wenn jemand einen solchen Luxus besaß, mit dem Fahrrad zurück. Damals wurden gleich mehrere Jahrgänge in einem Klassenraum unterrichtet und der Herr Lehrer durfte sich mit dem Rohrstock Respekt verschaffen. Zum Glück hat sich in dieser Hinsicht einiges verändert. Gelernt wurde aber aber nicht nur in der Schule – zu Hause, auf der Straße unter Freunden und Geschwistern wurde Wissen weitergegeben. Und was man nicht kannte oder konnte, wurde einfach ausprobiert, manches Mal auch mit unvorhersehbaren Folgen. Über die Ferienzeit freuten sich auch damals die Kinder, wobei Urlaub im Wortschatz noch gar nicht existierte. Die Schul-Arbeit wurde eher durch andere Arbeiten abgelöst, aber aus vielen Sonntag morgendlichen Erzählungen weiß ich, dass es auch viele schöne Erinnerungen an Freude beim Lagerfeuer, Baden, Herumstromern und Abenteuer erleben gab.
Die metallene Stift-Box ist auch ein Familien-Schätzchen. Als junges Mädchen habe ich mit den Füllern meiner Eltern, in die noch Tinte aufgezogen werden musste, gerne geschrieben und ungeübt damit so manchen Tintenfleck ins Heft gemacht.
Wie ein Tafel-Putztuch schienen mir diese Spültücher (oder auch Untersetzter, wie dieser hier), daher passen sie gerade so gut ins Bild, wenn solche wohl eher meine Großeltern in der Schule benutzen. Gehäkelt habe ich die drei während der heißen  Abende der vergangenen Wochen aus Baumwolle. Das Muster des grünen Deckchens ist aus, in jeder Reihe versetzten, festen Maschen und Stäbchen  gehäkelt (wie das damalige in wollweiß), für das braune und türkisfarbene habe ich herumgetüftelt und mit den Maschen gespielt. Zuerst so viele LM wie benötigt aufnehmen, ich habe dann ein Reihe hSt gehäkelt und bin anschließend mit dem Muster gestartet:
– 1 fM und 1 Stb in eine M
– 1 M überspringen  
– 1 fM und 1 Stb in eine M

So bis zum Ende der Reihe fortfahren. 2 LM zum Wenden und in der nächsten Reihe immer in das Stb das neue fM-Stb-Pärchen setzten.
Den Rand habe ich noch einmal mit fM bzw. Stb und danach mit verschiedenen Borten in einer anderen Farbe umhäkelt.
Diesen Blick ins Guckloch sende ich heute zu Heidi und zu Michaela´s Es war einmal.

Sonntagsfreude

Ideenverwirklichung – eine Freude, wenn Kinder verschiedene Materialien für sich wahrnehmen und ihre Kreativität umsetzen.
Unser Mädchen hat Schalnadeln auf ihre eigene Art gedrechselt,


eine ganze Reihe bunter Mützen nach eigenem Gusto gehäkelt, selbst Modell gestanden und aus vielen Stoffresten, zum Teil noch aus dem Fundus der Großtante, ganz selbständig eine Patchwork-Stepp-Decke mit Erinnerungswert genäht.
Und dieser anderen halbwüchsigen Dame lag nichts näher, kaum dass die Decke für´s Foto ausgebreitet war, sich mit ihrer filzigkugeligen Beute darauf in Pose zu setzen.

Verlinkt zu  Sonntagsfreuden bei Maria 

Monatscollage

Geprägt diesmal von vielen Muße-Dingen, ging der Dezember langsamer und ruhiger ins Land. Das viele Weiß steht nicht stellvertretend für Schnee (der heute Morgen tatsächlich ganz still und fein aus einem hellgrauen Himmel fällt), doch für etwas neues-altes Wiederentdecktes, Papier schöpfen.  
Im Vordergrund standen gestalterisch natürlich die Pilze, das Färben damit und anschließend  ihre Weiterverarbeitung. Eine kleine Auswahl der Farbgeber und Garnfarben.

Wirklich Zeit und Muße hatte ich diesen Monat zum Briefe Schreiben und Päckchen packen, gefüllt mit einfachen Dingen wie Plätzchen und Wolle und Holz. Dabei kamen einige meiner alten (weißen) geschöpften Papiere  zur Verwendung, ein wenig nur verziert mit pflanzengefärbten Schüren, Stoffen und Garnen. Beim wieder Hineinlesen in die Materie kam der Gedanke auf, den Pilzsud auch für die Pulpe zu verwenden. Gesagt, getan. So entstanden diese braun-gesprenkelten Bögen, etwas brüchiger als aus reinem Papier aber sehr reizvoll strukturiert.

Gebacken wurde im Haus zu fast allen Tageszeiten (vom Mädchen bevorzugt am späten Abend), Spritzgebäck, Vanillekipferl, Engelsaugen, Makronen, Haferflockenberge und zuletzt noch, von der Töchter eben zu nächtlicher Stunde, Lebkuchen. Und bis auf einen winzigen Rest sind alle Kekse in Bäuchen und Tütchen gelandet.

Die Anleitung für den kleinen wolligen Tannenkranz fand ich letztens bei Ingrid, hatte Material und Laune und beim Häkeln kam dann noch die Ilex-Idee frei Schnauze dazu. Gefällt mir sehr und scheint ein Wiederholungsfall zu werden.
Den Tannenbaum, hatten wir dieses Jahr tatsächlich mit dem Nachbarn im Wald aussuchen können, auch die brennenden Kerzen blieben, trotz Kleinkatzen, da, wo sie hingehören (den Feuerlöscher trotzdem immer griffbereit unter dem Stuhl!), ein wohliges Weihnachtsgefühl.
Sehr gefreut haben mich die Briefe, Päckchen und Nachrichten, die hier eingetroffen sind, manche so überraschend und herzlich. Zu wissen, dass man nehmen darf, ohne im selben Moment gleichermaßen zurück geben zu müssen, ist ein wertvolles Geschenk. Eine Gelegenheit oder Person, ein anderes Mal der Gebende zu sein, findet sich.

Noch viele andere Monatscollagen findet ihr bei Birgitt.