Pflanzkübel aus Beton selbermachen

Im letzten Jahr schon hatten wir einen großen Pflanzkübel aus Beton für ein paar Steingewächse selber gemacht, den Artikel dazu hatte ich dann völlig vergessen –
nun aber!

Diese Zutaten brauchten wir, um mit etwas Kraft und Geduld daraus einen Pflanztrog zu werkeln:

  • Sand/Kies Gemisch
  • Holzspäne
  • Zement
  • Wasser
  • einen großen Mörteltrog
  • einen etwas kleineren Behälter, der gut in den Trog passt
  • Reststücke eines Wasserrohres
  • Bohrmaschine mit Quirl
  • Maurerkelle
  • Feile

Zuerst den Beton je nach Größe des gewünschten Pflanztroges aus Sand, Zement, Holzspänen (für die leicht poröse Optik) und Wasser anmischen.
Die beiden kurzen Stücke Wasserrohr bilden den späteren Ablauf im Trog. Den fertigen Mörtel vorsichtig um diese Rohre herum bis zum Rand einfüllen und glatt streichen.

Jetzt den zweiten, etwas kleineren Trog genau mittig auf die Rohre, in den großen Trog stellen und weiter den Mörtel um den kleinen Trog einfüllen.

Zum Schluss haben wir mit reichlich Steinen den kleinen Trog in dem großen fixiert.

Nun hieß es abwarten, bis den Mörtel gut ausgehärtet ist. Nach einigen Tagen haben wir den kleineren Trog entfernt.
Als der Zementtrog komplett ausgehärtet war, konnten wir ihn quasi aus den Form kippen, die Abflusslöcher noch etwas ausarbeiten und die Ränder und Seitenwände mit einer alten Feile in Form bringen.
Durch die poröse Oberfläche haftet sehr schnell feines Moos an.

Mit verschiedenen Steingewächsen bepflanzt und dekoriert sieht der Trog inzwischen so aus.
Am Besten ist es, den Standort frühzeitig festzulegen, denn schnell mal verrücken lässt sich so ein Schwergewicht eher nicht. 
 
 
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Viel Spaß beim Beton-Pflanzkübel Bauen!

Chili-Kräutersalz selbermachen

Nicht, dass ich mich über Langeweile beklagen wollte – L a n g e w e  i l e –
was für ein schönes rundes Wort – ich liebe solche Zeiten des Nichtstuns, da sie für mich ein knappes Gut sind.
Manchmal ist es aber auch schön, Zeitvertreib mit Nützlichem zu verbinden.

Was bei uns jedes Jahr prächtig gedeiht, seit wir das Gewächshaus gebaut haben, sind Chilis. Daher stand im Sommer die Verarbeitung der reichlichen Chili-Ernte an.
Jetzt im Winter verwandle ich die inzwischen durchgetrockneten und dabei nicht an Schärfe eingebüßten restlichen Schoten zu würzigem Chili-Kräutersalz. 

Chilis von Kernen und Plazenta (das weiße Innere, da steckt die meiste Schärfe drin) befreien, nur grob und dann im Schnitzelwerk sehr fein zerkleinern. Umfüllen und mit den frischen oder getrockneten Kräutern ebenso verfahren.*
Ich hatte hier köstlich duftenden Rosmarin, da ein riesiger alter Busch im Garten meiner Eltern (mitten im Ruhrpott !!) quasi ständig beerntet werden kann.
Dann grobes Salz mit Kräutern und Chili in einem Mörser gut und kräftig vermengen.

Was mir im Sommer passiert und wörtlich „ins Auge gegangen“ ist: Arbeiten ohne Handschuhe! Nicht empfehlenswert!!
Auch beim Ausleeren der zerkleinerten Chilischoten nicht gerade tief einatmen!

Das Chili-Kräutersalz in kleine Gläser abfüllen. Die Mischung mit frischen Kräutern zuvor noch 1 Tag an der Luft trocknen lassen.

Schmeckt zu fast allem Herzhaften – Pellkartoffeln, Quarkbrot, Ofengemüse, Chili con oder sin carne, Salatsoße, Bolognese….

* Die Kräuter und Chili möglichst nicht gleichzeitig zerhacken, da dabei eine weniger ansehnliche braune Mischung entsteht.