gefärbt und gewebt

Sobald die Sonne herauskommt hängen fast jeden Tag neue gefärbte Garnstränge draußen auf der Leine zum Trocknen.
Interessante und überraschende Effekt lassen sich auf den neuen Mischungen erzielen. Die Woll-Seiden-Ramie-Garne haben einen feinen silbrigen Glanz und die Schurwolle hat einen dicken-weichen Griff.
Alles Neue, was ich bis heute zu fotografieren geschafft habe steht auf der Garnseite.

Die Zeit zum Färben muss ich beim Weben abknapsen, was mich dann doch manchmal ein bisschen traurig macht. Gerade wenn´s gut läuft, wie letztens bei den „weltbesten Handtüchern“. 
Die mit den grauen Anteilen sollen für´s neue Bad oben sein. Noch aber warten sie darauf genäht zu werden. Auf jeden Fall ein Zeichen, dass sich unsere Baustelle jetzt zügig dem Finale nähert.

Wie man sieht, ist nicht nur die Webstuhl-Familie größer geworden!!
Die zwei beiden waren, neben ihren fünf Geschwistern, das Ergebnis einer, wie so oft, ungewollten Schwangerschaft. Aber alle sieben sind zum Glück gut untergekommen.
Inzwischen üben jetzt vier Tiger hier das Miteinander-Auskommen.

Neue Wolle gefärbt

Neben dem Weben steht auch immer wieder das Färben auf dem Plan.
Neben den Klassikern neue Garnmischungen und Färbetechniken auszuprobieren hat mich gereizt, und mit den Ergebnissen bin ich richtig zufrieden.
Spezielle Farb-Wünsche konnte ich schon vor ein paar Wochen erfüllen – davon sind mehre Stränge Sockenwolle schon am Bestimmungsort, weitere müssen noch trocknen.

SF-Sowo

Ein erster Eindruck:

Sockenwolle – noch ein letztes Pärchen Regenbogen-Verlaufsfärbung und ein paar wilde Strangfärbungen (je 420m/100g bzw. 2x 50g)

Sf-Sowo-Stränge

Die ersten Färbungen auf neuem Garn:
Ein feiner 4-fädiger Schurwollzwirn (300m/100g), angenehm weich und bauschig.

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Kalte Füße? Halsschmerzen?

Bei einem Temperatursturz um rund 10 Grad kann so etwas leicht passieren!

Nein, nicht wirklich. Es ist immer noch gut warm, genau richtig zum barfuß laufen, aber ich hatte ja „Wolle“ versprochen – obwohl momentan meine Aufmerksamkeit samt Kamera fast ganz den Tieren im Garten gilt, wie unschwer zu erkennen ist.

Sockenleiter

Hier aber erst einmal von oben nach unten 2x Herrensocken, die obersten auf der Leiter sogar mal aus geschenkter Kaufwolle, die Wolle für die blauen-grünen und die weinrot-grau-weiß-schwarzen Damensocken hatte ich selbst gefärbt, alle toe-up mit Mustervariationen. Socken im Sommer gescheit zu fotografieren ist irgendwie……schwierig.
Dann noch einer der Webschals, die im Winter fertig wurden. Eine Mischung aus Merino-Seide-Baumwolle. Alf döst derweil unter einem Johannisbeerbusch. Es geht ihm nach der Zahn-OP inzwischen viel besser, aber er hatte doch daran zu knacken. Jetzt weiß er, wie man auch mit nur noch wenigen Kuchenzähnen futtern kann.

Diesen hübschen, recht großen, grün-metallic farbenen Käfer, mit einer markanten Zeichnung auf den Flügeln und Fühlern ähnlich denen des Maikäfers, entdeckte ich dieser Tage auf einem Blatte der Herbstanemonen. Ich war so begeistert, hatte jedoch keinen Schimmer, was für ein Tierchen ich da vor mir hatte. Nachlesen ergab, dass es sich um einen mittlerweile sogar selten gewordenen Rosenkäfer handelt. Freut mich, dass es ihm hier scheinbar gut geht.

Welcher Käfer ist das?

Und wie ich schon einmal erwähnte, brüten die Trauerschnäpper tatsächlich vor unserer Haustür – genauer gesagt, hat es sich schon ausgebrütet und sie sind schon dabei, ihre Jungen fleißig zu füttern.

Gerade gelandet, schauen, ob das große schwarze Auge auf Distanz bleibt…..

Trauerschnäpper wartet

zur Sicherheit Blickkontakt halten, man weiß ja nie, …..

Trauerschnäpper schaut

dann schnell rein (ein Mordsgezeter!!), Futter abliefern, …..

Trauerschnäpper rein
und wieder raus und nicht vergessen, den Müll mitzunehmen.

Trauerschnäpper raus
Ich könnte stundenlang zuschauen.

Frühlingsfärbungen und Gartenfarben

b-Wollbank-

Um die Farben möglichst naturgetreu festzuhalten braucht es das richtige Licht, aber endlich habe ich es geschafft, die mit Krapp, Blauholz, Cochenille und Zwiebel gefärbten Garne, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, zusammenzutragen.

Merino-Lace und verschiedene Alpaka Garne in Rosa-Violett und Rot-Orange Tönen – weitere Bilder und Detailinfos, auch zum Sockengarn-Quintett, sind unter Handgefärbte Garne abgelegt.
Das Vorbereiten der Flotten, das Zusammenstellen der Farbkombinationen und natürlich das Färben selbst kommt nach der Winterpause immer wieder wie ein kleiner Rausch daher. Einmal angefangen kann ich mich nur schwer lösen.

Im Laufe der Jahre konnte ich so viele Erfahrungen sammeln. Das langsame Vorgehen, wiederholtes Färben, Wassertemperatur Regulierung.
So sind die drei, mit Cochenille gefärbten Babyalpaka Stränge (unteres Bild oben), bei kaum nennenswerter Temperatur entstanden.
Die fünf Sockengarne sind ein Mix aus Krapp, Cochenille, Blauholz und Weidenrinde. Die Rindenfärbungen hatte ich schon letztes Jahr vorbereitet.

b-Coch

b-KCochBH

Einige der Stränge werden noch weitergefärbt, so sind diese Zwiebelfärbungen z.B. für ein späteres Indigo-Bad vorgesehen.  Weiter Gelbfärbungen stehen dafür auch noch an.

Wildbine

Bei der frühmorgendlichen Runde durch den hinteren Garten fielen mir dann teils die gleichen Farben wie auf der Wolle auf. Den Namen dieser Glöckchen weiß ich nicht mehr, einst auch Schottland mitgebracht, samen sie sich jedes Jahr neu aus, genauso wie die Akeleien, die bevorzugt aus schmalen Steinritzen hervorlugen.

WaidDen Waid hatte ich letztes Jahr dort am Zaun mit Mohn und Bartnelken gesät und er ist ordentlich in die Höhe geschossen. Zum Färben komme ich dieses Frühjahr nicht mehr, aber auch diese Pflanze kommt ja stetig wieder.
Zum Schluss noch ein Blick auf das, was schon so lange fertig ist, ich aber beinahe vergessen hatte….

Feuerschale