Tiere im Garten?

Trauerschnäpper„Ohh, ja, wie süß!!
Solange sie nicht stechen, beißen, die Blumen fressen, den Rasen umgraben oder Auto und Fensterscheiben vollkacken.“

Dieses Jahr ist der Garten hier proppenvoll mit Getier – von uns aus: je mehr, umso besser. Auch gegen ein paar im Flug abgeworfene Hinterlassenschaften habe ich nichts einzuwenden, sind ja abwaschbar.

b-Trauerschnäpper

Die Trauerschnäpper sind uns zuerst vor einem Jahr aufgefallen, weil wir sie bis dahin noch nicht im Garten gesehen hatten. Dieses Jahr haben sie wohl Interesse an dem Nistkasten an der Haustür (Jupp, mit entsprechender Markierung, damit Vogel sie auch wiederfindet :oD) – dort oben „vorübergehend“ abgestellt, weil keine Zeit zum Aufhängen war. Wie so oft mit Provisorien, scheinen sie durchaus auch längerfristig tauglich. Ob sie tatsächlich brüten werden, kann ich noch nicht sagen, nur ab und an sehe ich sie für eine Stippvisite und dann tagelang nicht mehr.

Baum-MeiseHinten, im alten Apfelbaum saß wie jedes Jahr wieder ein Kohlmeisen Pärchen. Bei der Gartenarbeit konnte ich gerade mal ein Handy-Foto machen und inzwischen ist die Wohnung auch schon wieder vakant, aber die kleine Bande macht sich weiterhin lautstark bemerkbar. Überhaut ist ein Rabatz draußen los – Drossel, Rotkehlchen, Zaunkönig und Heckenbraunelle singen und schimpfen um die Wette, als gäbe es etwas zu gewinnen. Wo genau sie alle ihre Nistplätze haben, kann ich gar nicht recht ausfindig machen – will ich auch nicht. Der große Berg von Efeu-Zweigen und die dahinter stehende Weide sind jedenfalls DER Treffpunkt, besonders für die kleineren Arten. Da müssen wir uns was überlegen, denn häckseln, wie im Herbst angedacht, geht wohl nicht mehr.

 

Die großen, erschreckten Mauseaugen blickten mich an, als ich die ineinander gestopften Gartensäcke Wohnung auseinander nahm. Wird jetzt wohl umziehen müssen.

Und aus dem kleinen Wildkaninchen, was sich ab und an im vorderen Bereich blicken ließ, sind mittlerweile vier geworden. Wahrscheinlich hat sich herumgesprochen, dass bei den Schafen immer ordentlich Heu und Stroh abfallen.
Und sein langohriger Cousin vom letzten ww spurtetet vor ein paar Tagen mit drei weiteren Kumpels über die Wiese Richtung Nachbars Wäldchen.

Na gut – die einen können graben, die anderen springen, also muss ein Tor für den Gemüsegarten her. Das Vorhaben hat der Mann dann auch am vergangenen Samstag, als Frau in Holland radeln war, in Angriff genommen.

Tor

Aus 30 x 50 mm Dachlatten hat er das Gerüst zusammengebaut (Bauholz ist immer vorrätig), und eine 40 x 80 mm Leiste dient quasi als Gegenstück (Torrahmen), die später am bereits vorhandenen Pfosten festgeschraubt wird.
Alles
lasiert, Scharniere festgeschraubt, Draht (wegen der möglicherweise Gemüse-hungrigen Langohren) und Staketenzaun auf Maß geschnitten, mit einem Forstnerbohrer Vertiefungen für die Muttern eingelassen, welche die Schließe hält.
Lochband und Schraube fixieren das Zaunstück am Torgerüst.

Gemüsegartentor

Nun muss die Konstruktion noch am Durchgang angebracht werden um die Pforte zum Vegetarier-Nager-Schlaraffenland zu verschließen. Mal schauen, ob´s was nutzt. Die ganzen letzten Jahre hatten wir keine Gemüsegarten-Nager-Konkurrenz.

Unsere beiden drinnen-draußen-Tiere tangiert das alles nicht die Bohne, bei denen scheint chillen angesagt. Alf räkelt sich im Übrigen genau auf einem (vermutlich) Wühlmaus Ein- oder Ausgang.
Und die dauerhaft draußen-Tiere interessiert vordergründig nur Nahrungsaufnahme, gerne auch mal ein geschossener Salat aus dem Gemüsegarten, denn bis das Grünzeugs so dicht am Zaun wächst, dass man sich mit der Schnute etwas herauszupfen kann, dauert noch ein bisschen.

Läuse, Zecken, Bienen, Hummeln, Hornissen & Co. melden sich demnächst mal zu Wort.

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Über olann

Spielen mit Bildern und Worten. Mit anderen kreativen Menschen im Austausch sein, gegenseitig textiles und handwerkliches Wissen austauschen, Anregungen geben und immer wieder über den Tellerrand schauen.
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21 Antworten zu Tiere im Garten?

  1. Els schreibt:

    Ich liebe deine Tiere …. (besonders die Katzen hahaha !)
    Wir sehen uns bald ! 😉

  2. Edith Müller schreibt:

    Nun habe ich dich entdeckt, du bist ja voll aktiv, ich hatte irgendwie einen älteren Bericht gefunden und darauf geschrieben, nun ist alles o.k. Es gibt sie also noch, die Trauerschnäpper, ich habe schon sooo lange keine mehr gesehen, die letzten in der Kinderzeit und das liegt schon 70 Jahre zurück. Schön, was bei euch alles anzutreffen ist, so eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren und der viel Raum den die Natur bei euch haben darf, das gefällt mir. Bei mir ist es auch so, nur soviele Tiere habe ich nicht, nur unseren Max und dann die ganze Insektenwelt, wenn man die dazu zählen darf. Sie sind meine Hauptmotive auch in meinem Blog.
    Liebe Grüße
    Edith

    • olann schreibt:

      Max hat ja auch wirklich ein wunderbares Katerleben in eurem Garten, Edith!!
      Die Trauerschnäpper (wie auch den Gartenbaumläufer) kannten wir früher nicht und haben uns erst einmal durch die Vogelbeschreibungen gesucht. Manchmal hören wir einen Kuckuck vom Wald her und spät abends (vermutlich) ein Käuzchen, die haben wir jedoch noch nicht gesehen.

  3. Heidi Trollspecht schreibt:

    na kein Wunder dass sich die Tiere bei euch so wohl fühlen 🙂
    Fressen, Trinken, Chillen, alles ist möglich.
    Ich bin gespannt ob die Trauerschnäpper brüten,
    und ob das Gemüsegatter den Erfolg bringt, den ihr euch erhofft.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

  4. Bianca schreibt:

    Allerliebst, wunderbare Eindrücke! Und eine tolle Gärtnerin, die so vielen Tieren Raum gibt und sie zu schätzen weiß! Herzlichst

    • olann schreibt:

      Naja, manche suchen sich einfach ihre Nische und wenn genug Platz Und Futter da sind, warum nicht.
      Vor ein paar Jahren wurde hier auf den Feldern noch viel gejagt, das hat sich zum Glück gelegt. Vermutlich sind daher auch wieder Hasen zu sehen.

  5. doris schreibt:

    Tolle Fotos von den tierischen Gartenbesuchern, deine Katzen geniessen den Tag und sind anscheinend keine Jäger, ansonsten wär es dann mit der kleinen Maus vorbei.
    Liebe Grüsse
    Doris

    • olann schreibt:

      Alfi ist schon ein alter Kater und froh über jeden Tag, Speedy hat kein volles Lungenvolumen und ist schnell kurzatmig, aber früher haben sie den Mäusen schon nachgestellt.
      Der halbwilde Kurt ist bis letztes Jahr hier überall herumgestromert und vermutlich haben sich damals keine Hasen und Kaninchen länger um den Garten aufgehalten.

  6. Birgitt schreibt:

    …ja das ist wirklich wunderbar, liebe Birgit,
    die kleinen Tiere im Garten so hautnah beobachten zu können…schön, dass du auch noch Fotos machen konntest…

    wünsche dir ein frohes Pfingstfest,
    liebe Grüße Birgitt

  7. Frau nima schreibt:

    Oh ist das schön, wieviel da bei euch los ist! Und dir sind wirklich tolle Schnappschüsse gelungen – da hattest du großes Glück und wir auch, damit wir das sehen können ♥
    Bin schon auf eine Fortsetzung gespannt ♥♥

    Alles Liebe nima

  8. Claudia schreibt:

    Liebe Birgit,
    ist das nicht ehrrlich, wenn nicht nur die PFlanenwetl im Agrten lebeet, sondern auch die Tierwelt? herrliche Bilder, ich danek Dir dafür!
    Ja, in diesem Jahr ist wieder viel los, viele Meisen und Spatzen mit ihren Jungen kommen zu besuch, der Igel ist da, Marienkäferlarbven konnte ich beim verpuppen bis zum Schlupf zuschauen , es ist einfach jeden Tag aufs Neue spannend draußen :O)
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in das verlängerte Pfingst-Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    • olann schreibt:

      Vom Igel finden wir momentan nur die Hinterkassenschaften 😆. Dem scheint das hiesige Buffet auch zu schmecken.

      • Claudia schreibt:

        Bei uns war er gestern wieder da!
        P.S. Sorry für die vielen Tippfehler da im Kommentar, keine Ahnung, da war ich wohl noch im Halbschlaf *lach*

  9. einfachtilda schreibt:

    Ganz schön was los bei euch. 😀 Toll ❤

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