Schönes und Trauriges vom Sommer

b-DSC_0304Neben dem ja schon erwähnten baulichen Veränderungen hat uns der Sommer noch anderes Schöne beschert:
Im Gemüsegarten gedieh dank der Bewässerung wirklich ausnahmslos alles prächtig. Oftmals kamen wir mit dem Verspeisen, Verschenken und Konservieren nicht nach, was sich aber dann als Glück für die Schafe  erwies. Wie alle hatten auch sie im Sommer unter der Dürre zu leiden, denn nach der Mahd vertrocknete die Weide zusehends.  b-C-_Users_Birgit_AppData_Local_Microsoft_Windows_INetCache_ContentbDaher bedienten sich Molli und Pünktchen schon mal selber an den, in ihren Bewegungsradius wuchernden Stangen- und dicken Bohnen und warteten bereits am Zaun, sobald sie mich in den Gemüsegarten kommen sahen. Dann gab es wahlweise Salat, Mangold, Pak Choi, Broccoli, Rotkohl, rote Bete-, Erbsen- und Erdbeerblätter.

Ein tolles Erlebnis waren auch wieder die Sola-Camp Tage in Steinfurt.
Die letzten Jahre hatte ich mit den Kids gefilzt, im Sommer 2018 haben wir Freundinnen ein paar Tage das Stamm-Küchenteam unterstützt. Was für eine Herausforderung – für rund 300 hungrige Mäuler etwas Leckeres auf die endlos langen Tische zu zaubern. Nur Dank eines so klasse eingespielten, engagierten und erfahrenen jungen Betreuer-Teams kann ein solches Projekt auf die Beine gestellt werden, was ich ohne zu zögern weiterempfehlen kann (nähere Infos und Anmeldungen für 2019 hier oder sucht nach den Standorten anderer Feriencamps in ganz Deutschland)!
Jedes Jahr steht das Sola unter einem anderen Motto und passend dazu werden Spiele, Wanderungen, kreative Workshops, Musik, Gruppenarbeiten und vieles mehr veranstaltet. Übernachtet wird in großen Zelten auf einer Wiese direkt neben einem Bauernhof und einem See.

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Dann haben wir, wegen der schon so frühen Apfelernte, letzten Sommer zum ersten Mal selber Apfelsaft gepresst. Dazu eine kleine Geschichte:
Unsere Bäume warfen wegen der Trockenheit stetig und reichlich Äpfel ab und die Vorrat an Apfelmus war schnell gedeckt.
Mehrmals wöchentlich kam ich an einem alte Hof vorbei, in dessen Garten einige Apfelbäume standen, der Boden darunter voller Früchte, die einige Tage später immer auf dem Kompost lagen. Ich habe eine Weile nachgedacht, klingelte dann dort an, und ein älterer, gebückter Herr öffnete die Tür. Er erzählte von seinem Garten und dass seine Frau und er die vielen Äpfel nicht mehr verarbeiten können. Sie nehmen, was sie brauchen und den Rest packen sie halt auf den Kompost.
Ich erzählte, dass wir nicht weit entfernt wohnen, was wir auf unserem Hof so treiben und fragte, ob ich die übrig gebliebenen Äpfel vom Boden aufsammeln dürfte, um daraus Saft zu machen. Sofort marschierte er los, holte Taschen und Eimer und wie beide lasen die vielen unterschiedlichen Äpfel auf. Zu jeder Sorte konnte er noch etwas zu Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten sagen und ich solle doch wiederkommen, auch wenn er mal nicht da sei. Es sammelte sich binnen kurzer Zeit eine reichliche Menge Äpfel an, die wir so letztlich zu köstlichem Saft verwandelten.
Im Tausch versorgte ich die netten älteren beiden stetig mit Tomaten, Salat, Gurken, Bohnen und was den Sommer über sonst noch reifte – beide Seiten waren glücklich.

b-DSC_0973b-DSCKurt_0294_1235Sehr traurig – im letzten Sommer mussten wir die kleine Sonja und den wilden Kurt gehen lassen.

b-DSC_0486.jpgUnd der Ort, an dem dieses Bild im Spätsommer entstanden ist, hat in mir einen Wunsch geweckt……

 

Über olann

Leben in der Natur heißt leben mit der Natur. Tiere, Wiese, Garten, Selbstversorgung, spielen mit Bildern und Worten. Mit anderen kreativen Menschen im Austausch sein, gegenseitig textiles und handwerkliches Wissen austauschen, lernen, Anregungen geben und immer wieder über den Tellerrand schauen.
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13 Antworten zu Schönes und Trauriges vom Sommer

  1. jahreszeitenbriefe schreibt:

    … und nun steht der nächste Sommer schon an… Gerade von zwei längeren Reisen zurückgekehrt, will ich meine Blogpause nun auch am Donnerstag beenden und schaue gerade bei „den alten, vertrauten Blogs“, was sich so tut und freue mich sehr von dir zu lesen. Besonders berührt mich, dass du auf die alten Leute mit den vielen Äpfeln zugegangen bist. Was sich daraus für eine Gegenseitigkeit entwickelt hat. Liebe Grüße Ghislana

    • olann schreibt:

      Pause vom Umgraben, mit Kaffee und Apfelkuchen ;o), in meinem wilden Garten, freue ich mich sehr über deinen Besuch. Bin gespannt, was dieser Sommer uns beschert.

  2. Judy schreibt:

    You have such a peaceful life there, thanks so much for sharing the photos of your lovely garden, and the animals who share your life 🙂
    Take care,
    Judy

  3. Claudia Holunder schreibt:

    Liebe Birgit,
    gleich 2 Katzen gehen lassen zu müssen, ist wirklich hart. Es tut mir sehr leid für dich! Sonja war doch noch gar nicht so alt, oder? Oh, ich weiß, wie sehr man diese kleinen Seelen vermisst… Hatte Sonja nicht noch eine Schwester? Und einen roten Kater gab es bei euch auch noch, oder?!
    Der vergangene Sommer war wohl für viele eine Herausforderung. Wie schön, von eurem Lebensmitteltausch zu lesen. Für die beiden älteren Leutchen gewiss auch auf sozialer Ebene ein Gewinn.
    Claudiagruß

    • olann schreibt:

      Sonja war noch nicht 4 Jahre, Kurt 13.
      Alfi ist schon fast 15, ein Kater-Senior, hat seine Zipperlein, die das Alter mit sich bringt. Speedy ist kronisch krank, aber sie alle dürfen ihre Zeit hier so lange genießen, wie es geht. Tiere schenken viel Freude aber eben auch Leid – Leben halt.

  4. Claudia schreibt:

    Liebe Birgit,
    danke für diesen schönen und aber auch traurigen Rückblick!
    Ich freue mich aber immer sehr, von Dir zu lesen!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    • olann schreibt:

      Trotz der Monate, die inzwischen vergangenen sind vermissen wir die beiden noch immer, aber auch das gehört zum Leben.
      Grüße auch an dich!

      • Claudia schreibt:

        Ja, das ist wahr, liebe Birgit, das gehört zum Leben, ein Kommen und Gehen, Freude und Schmerz …
        Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
        ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  5. fiberels schreibt:

    Ach nein Birgit, dass ist ja traurig (obwohl es schon letzten Sommer war) ihr werdet die beide haarige Freunde vermissen !!!

    Ohhhh JA : helfen in ein Feriencamp, das kennen wir : lustig ABER anstrengend !!! 😉

  6. Birgitt schreibt:

    …wie schön, liebe Birgit,
    wenn sich in der Nachbarschaft so ein geben und nehmen entwickelt und alle Freude dabei haben…so ein großer Lager zu organisieren ist sicher anstrengend, acht aber sicher auch viel Freude,

    liebe Grüße Birgitt

    • olann schreibt:

      Die Idee des Sola bewährt sich schon über 10 Jahre, ich kenne es seit 3 und viele der damaligen Teilnehmer sind inzwischen zu Teamleitern und Organisatoren herangewachsen – ich denke, das sagt einiges aus!

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