Frühlingsfärbungen und Gartenfarben

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Um die Farben möglichst naturgetreu festzuhalten braucht es das richtige Licht, aber endlich habe ich es geschafft, die mit Krapp, Blauholz, Cochenille und Zwiebel gefärbten Garne, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, zusammenzutragen.

Merino-Lace und verschiedene Alpaka Garne in Rosa-Violett und Rot-Orange Tönen – weitere Bilder und Detailinfos, auch zum Sockengarn-Quintett, sind unter Handgefärbte Garne abgelegt.
Das Vorbereiten der Flotten, das Zusammenstellen der Farbkombinationen und natürlich das Färben selbst kommt nach der Winterpause immer wieder wie ein kleiner Rausch daher. Einmal angefangen kann ich mich nur schwer lösen.

Im Laufe der Jahre konnte ich so viele Erfahrungen sammeln. Das langsame Vorgehen, wiederholtes Färben, Wassertemperatur Regulierung.
So sind die drei, mit Cochenille gefärbten Babyalpaka Stränge (unteres Bild oben), bei kaum nennenswerter Temperatur entstanden.
Die fünf Sockengarne sind ein Mix aus Krapp, Cochenille, Blauholz und Weidenrinde. Die Rindenfärbungen hatte ich schon letztes Jahr vorbereitet.

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Einige der Stränge werden noch weitergefärbt, so sind diese Zwiebelfärbungen z.B. für ein späteres Indigo-Bad vorgesehen.  Weiter Gelbfärbungen stehen dafür auch noch an.

Wildbine

Bei der frühmorgendlichen Runde durch den hinteren Garten fielen mir dann teils die gleichen Farben wie auf der Wolle auf. Den Namen dieser Glöckchen weiß ich nicht mehr, einst auch Schottland mitgebracht, samen sie sich jedes Jahr neu aus, genauso wie die Akeleien, die bevorzugt aus schmalen Steinritzen hervorlugen.

WaidDen Waid hatte ich letztes Jahr dort am Zaun mit Mohn und Bartnelken gesät und er ist ordentlich in die Höhe geschossen. Zum Färben komme ich dieses Frühjahr nicht mehr, aber auch diese Pflanze kommt ja stetig wieder.
Zum Schluss noch ein Blick auf das, was schon so lange fertig ist, ich aber beinahe vergessen hatte….

Feuerschale

 

 

 

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Viel zu tun

Im Moment schein die Zeit wieder zu fliegen und Dinge nehmen Fahrt auf – da hilft zwischendurch schlicht abbremsen, fokussieren, sortieren (A-B-C-D sage ich nur!) und schon verbleibt das Wichtige auf dem Plan, währen Firlefanz unter den Tisch fällt….ok, ein bisschen Firlefanz darf´s schon noch sein.Die vergangenen Wochen, wenn freie Zeit und Außentemperaturen möglichst kompatibel waren, war Garten angesagt. Nachdem die Beete vom groben Wildgewächs befreit und umgegraben waren, rückte ich der Brennnessel-Hecke ringsherum zu Leibe. Die Ernte wurde direkt zur weiteren Pflanzen nährenden Verwendung angesetzt.
Dort, wo sich Alf noch schläfrig gebieterisch auf der warmen Erde fletzt, sprießen mittlerweile Mairübchen, Radieschen und Salat. Später sollen dort die Buschbohnen wachsen.

So leer und karg der Gemüsegarten hier noch dreinblickt, so sehr sprosst und grünt es inzwischen……obwohl teilweise schon gleich von kleinen, hungrigen Krepeln weggefuttert, jetzt aber (hoffentlich) mit Gemüsenetzen einigermaßen gesichert.
Gleichzeitig singen und kringeln sich Klettenlabkraut, Quecke, Girsch & Co. an anderen Stellen durch die Rabatten – jaja, ich komm ja schon!
Auch die Wolligen im Hintergrund haben seit einiger Zeit ihren alljährlichen Frisörbesuch hinter sich – anstrengende Tätigkeit, für alle Beteiligten.Dieser Winzling lässt sich die von den Vögeln übriggelassenen Haferflocken zum Frühstück schmecken – Mahlzeit!
Derweil probiere ich immer wieder mal neue Brotrezepturen aus. Diesmal mit Dinkel-Sauerteig, lecker!Neben den andauernden Umbauarbeiten fordern Familienfestivitäten gerade Aufmerksamkeit und Einsatz. Immer wieder mal eine nette Gelegenheit, sich über Niederrhein-Ruhrgebiet-Münsterland-Neuigkeiten auszutauschen.
Woll-Neuigkeiten dann in der nächsten Woche……

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Schafskäse oder Mai Gouda?

wordless wednesday

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Mai-Wanderung im Achterhoek

Sind wir noch im westlichen Münsterland oder schon im niederländischen Achterhoek – nur ein paar Kilometer von uns, gleich hinter der grünen Grenze, haben Freunde samt agilem Vierbeiner und ich recht spontan eine kleine Mai-Wanderung unternommen.b-DSC_0130b-DSC_0144Im saftig grünen Umland von Bredevoort lässt es sich gut aushalten, besonders, wenn einem so ausdauernd und energisch der Bauch gekrault wird, schließlich ist Hund die Strecke gefühlt doppelt gerannt.
Buchliebhabern und Büchersammlern ist dieses mittelalterlich geprägte kleine Örtchen auch als Boekenstad, wegen seines internationalen  Büchermarktes, der gleich mehrmals im Jahr stattfindet, ein Begriff.b-DSC_0136b-DSC_0143Auf dem Wall grasen und dösen die wollig-flauschigen Frühjahrs-Lämmer mit ihren Müttern, die zur Sicherheit nebenbei immer mal ein Auge auf besonnders hibbelige Zaungäste haben. So klein und dunkel war unser Pünktchen auch mal.Die filigranen weißen Blütenbüschel des duftenden Wiesenkerbels wachsen inzwischen schon überall hoch an den Bach- und Wiesenrändern und erinnern mich daran, dass es Zeit wird die Färbetöpfe neu zu füllen – dabei wurden hier in den letzten Wochen ja nicht nur essbare neue Rezeptideen ausgeklügelt, einige violette und gold-gelbe Wollstränge sind in der Färbeküche auch entstanden……

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Gartenliebe

Gartenliebe

wordless wednesday

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