Mal mittelalterlich

Warum bläst die Türmerin das tiefe C in die Nacht?

Was braucht es zum Blaumachen?

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Chili-Kräutersalz selbermachen

Nicht, dass ich mich über Langeweile beklagen wollte – L a n g e w e  i l e –
was für ein schönes rundes Wort – ich liebe solche Zeiten des Nichtstuns, da sie für mich ein knappes Gut sind.
Manchmal ist es aber auch schön, Zeitvertreib mit Nützlichem zu verbinden.

Was bei uns jedes Jahr prächtig gedeiht, seit wir das Gewächshaus gebaut haben, sind Chilis. Daher stand im Sommer die Verarbeitung der reichlichen Chili-Ernte an.
Jetzt im Winter verwandle ich die inzwischen durchgetrockneten und dabei nicht an Schärfe eingebüßten restlichen Schoten zu würzigem Chili-Kräutersalz. 

Chilis von Kernen und Plazenta (das weiße Innere, da steckt die meiste Schärfe drin) befreien, nur grob und dann im Schnitzelwerk sehr fein zerkleinern. Umfüllen und mit den frischen oder getrockneten Kräutern ebenso verfahren.*
Ich hatte hier köstlich duftenden Rosmarin, da ein riesiger alter Busch im Garten meiner Eltern (mitten im Ruhrpott !!) quasi ständig beerntet werden kann.
Dann grobes Salz mit Kräutern und Chili in einem Mörser gut und kräftig vermengen.

Was mir im Sommer passiert und wörtlich „ins Auge gegangen“ ist: Arbeiten ohne Handschuhe! Nicht empfehlenswert!!
Auch beim Ausleeren der zerkleinerten Chilischoten nicht gerade tief einatmen!

Das Chili-Kräutersalz in kleine Gläser abfüllen. Die Mischung mit frischen Kräutern zuvor noch 1 Tag an der Luft trocknen lassen.

Schmeckt zu fast allem Herzhaften – Pellkartoffeln, Quarkbrot, Ofengemüse, Chili con oder sin carne, Salatsoße, Bolognese….

* Die Kräuter und Chili möglichst nicht gleichzeitig zerhacken, da dabei eine weniger ansehnliche braune Mischung entsteht.

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Winter – Socken

 

Rechtzeitig zum Wetterwechsel sind wieder einige warme Sockenpaare fertig geworden:

Das linke Paar mit der wilden kleinen rot-bunten Farbmusterung ging zu einer Freundin.
Toe up mit kleinem Muster am Bein:
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Nur Steine?

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Aniswaffeln

Neujährchen, Eiserkuchen, Rullerkes, Krull- oder auch Krüllkuchen – je nach Landstrich namentlich „eingemeindet“ aber in jedem Fall hauchdünn-knusprig-krachend-lecker.

Ursprünglich kommt dieses Gebäck wohl aus nördlichen Gefilden, vielleicht hat es daher den relativ kurzen Weg bis zu uns ins Münsterland gefunden.

Das Rezept ist ein Andenken an unseren lieben uralten Nachbarn, der uns damals in so viele fast vergessene Fähigkeiten eingeführt hat (Suurmoos Pott I und Teil II, Korbflechten I und Teil II, Wassergraben uvm.).

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